Adler 2.5 Autobahn

Baujahr 2/1939
Automobiltyp Limousine

Beschreibung
Ich zitiere aus den Originalunterlagen: “ Die ADLER-Ingenieure wendeten als erste die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf den Serienbau an. Der 2.5 Liter Sechszylinder ist ein stromförmig gebauter Wagen. Er bietet trotz seiner außerordentlichen Breite – es können vorne wie hinten je 3 Personen nebeneinander sitzen – geringe Stirnfläche und der Fahrtwind fließt glatt und günstig an seiner Außenhaut ab. Das praktische Ergebnis ist verblüffend: Ein verhältnismäßig kleiner Motor von 2,5 Liter Hubvolumen verleiht, neben bestem Beschleunigungsvermögen, dem sechssitzigen Wagen eine Spitzengeschwindigkeit von gestoppten (!) 125 km/Std. Diese Spitze ist aber auch Dauergeschwindigkeit, denn der ADLER 2.5 Liter ist autobahnfest! Man fährt spielend Reisedurchschnitte von 80 und bei Autobahnbenutzung von 100 Stundenkilometer und kommt trotzdem mit einer Kraftstoffmenge von nur 12 bis 14 Liter auf 100 km aus. Das ist das praktische Ergebnis des stromförmigen Wagens: Geräumigkeit, Leistung und Sparsamkeit!“ So wurde er damals beschrieben und wenn man die Geschichte von Adler betrachtet, ist das auch alles in sich schlüssig, denn immerhin hat Adler zwischen 1935 und 1936, 28! internationale Klassenrekorde (Geschwindigkeitsrekorde) aufgestellt!!! An diesem Autobahnwagen konstruierte als Chefentwickler von Adler der geniale Konstrukteur Karl Jenschke, welcher mit Ferdinand Porsche zusammenarbeitete und von 1951 bis 1954 Chefkonstrukteur bei Audi Union in Ingolstadt war. Der berühmte Architekt und Bauhausdirektor aus Dessau, Professor Walter Gropius, entwickelte das Design der großen Adler Wagen und seit 1930 schmückte das von Ihm entworfene ADLER-Emblem mit den ausgebreiteten Schwingen sämtliche Adler Fahrzeuge. Deshalb wird dieses Modell oft auch als „Gropius-Adler“ bezeichnet. Was auf den Bildern nicht realistisch rüberkommt, ist die tatsächliche Größe dieses Wagens. Er ist real 4600 mm lang, 1710 mm breit und 1640 mm hoch, also ein recht stattliches Gefährt. Erstaunlich ist heute noch seine „Alltagstauglichkeit“, d.h. der fährt sich wirklich sehr einfach und bequem, das rießige Schiebedach lässt immer genügend Luft in den Innenraum und bei der sehr aufwändigen Restauration hat man ihm sogar eine Heizung eingebaut, so dass auch die Kälte Ihren Schrecken verliert. Mit seinem „Brezelfenster“ und der geteilten Frontscheibe ist er natürlich der Highlight auf jedem Concour d´Elegance – exklusiver geht wirklich schwer – ein deutscher Wagen der tatsächlich aus Frankfurt am Main kommt und den nur sehr wenige kennen. Der Grund liegt auf der Hand: Nachdem Hitler 1936 seine Autobahnen gebaut hatte, gab er den Auftrag, ein mittelschweres Fahrzeug mit 2.5 Liter Hubraum und Platz für 5-6 Personen zu bauen, welches die Vorteile der Autobahn auch nutzen konnte. Nach Kriegsende wurden die Fahrzeuge als Kriegsbeute außer Landes geschaffen und die Siegermächte haben den Bau neuer Fahrzeuge verboten. Deshalb haben die Adler-Werke dann mit Schreibmaschinen u.ä. ihr Geld verdient. Wenn dies keine Automobilhistorie auf höchsten Niveau ist, was dann, zumal zu diesem Wagen noch das originale Werkstattbuch, ein original Ersatzteilekatalog, Zeichnungen, alte Zulassungspapiere aus der DDR, jede Menge Rechnungen und viel Schriftverkehr vorhanden sind ! Im Kundenauftrag